Nahrungsergänzung im Winter: Was ist wirklich sinnvoll?

Ernährung · Nahrungsergänzung · Healthy Aging ab 40

Morgens ist es noch dunkel, wenn der Wecker klingelt. Die Tage werden kürzer, die Temperaturen sinken und irgendwie fällt es schwerer, nach Feierabend noch vor die Tür zu gehen. Gerade im Winter stellen sich viele Menschen die Frage: Bekommt mein Körper eigentlich alles, was er braucht?

Vitamin D, Antioxidantien, Magnesium, Aminosäuren oder Proteinpulver – das Angebot an Nahrungsergänzungsmitteln ist riesig.

Die Werbung verspricht häufig mehr Energie, stärkere Abwehrkräfte und eine bessere körperliche Leistungsfähigkeit.

Doch was davon ist wissenschaftlich belegt? Und welche Nahrungsergänzung ist gerade für Menschen ab 40 tatsächlich sinnvoll?

Die Antwort ist weniger spektakulär, als manche Werbung vermuten lässt: Nicht jeder Mensch benötigt Nahrungsergänzungsmittel. Bei einem erhöhten Bedarf oder einer unzureichenden Versorgung können bestimmte Präparate jedoch eine sinnvolle Ergänzung sein.

Wir schauen uns an, welche Nährstoffe im Winter besonders interessant sind, warum Aminosäuren eine wichtige Rolle im Körper spielen und was die besondere Proteinstruktur von PATENT WHEY ausmacht.

Nahrungsergänzung: Wann ist sie wirklich sinnvoll?

Nahrungsergänzungsmittel sollen die normale Ernährung ergänzen.

Sie werden beispielsweise als Kapseln, Tabletten, Pulver oder Flüssigkeiten angeboten und enthalten Nährstoffe oder andere Stoffe mit ernährungsspezifischer beziehungsweise physiologischer Wirkung.

Dazu zählen unter anderem Vitamine, Mineralstoffe und bestimmte Aminosäureprodukte.

Entscheidend ist jedoch: Ein Nahrungsergänzungsmittel ist kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Mehr Nährstoffe bedeuten nicht automatisch mehr Gesundheit

Unser Körper benötigt Vitamine und Mineralstoffe in bestimmten Mengen.

Werden diese Mengen bereits über die Ernährung erreicht, führt eine zusätzliche Einnahme nicht automatisch zu einem gesundheitlichen Vorteil.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung weist darauf hin, dass gesunde Menschen mit einer ausgewogenen Ernährung in der Regel ausreichend mit essenziellen Nährstoffen versorgt sind.1

Bei einzelnen Nährstoffen gibt es jedoch besondere Situationen.

Wer könnte von Nahrungsergänzung profitieren?

Ein ergänzender Bedarf kann unter anderem entstehen, wenn:

  • ein bestimmter Nährstoff nicht ausreichend aufgenommen wird,
  • eine Erkrankung die Nährstoffaufnahme beeinträchtigt,
  • eine besondere Lebensphase zusätzliche Anforderungen stellt,
  • bestimmte Lebensmittelgruppen dauerhaft ausgeschlossen werden,
  • oder ein medizinisch festgestellter Mangel vorliegt.

Auch ältere Menschen können unter bestimmten Umständen ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Versorgung haben.

Daraus folgt aber nicht, dass jeder Mensch ab 40 automatisch zusätzliche Präparate benötigt.

Sinnvoller ist es, die eigene Ernährung und Lebenssituation zu betrachten, bevor man sich für ein Produkt entscheidet.

Vitamin D im Winter: Warum es besondere Aufmerksamkeit verdient

Vitamin D unterscheidet sich von vielen anderen Vitaminen.

Denn unser Körper kann es selbst bilden – vorausgesetzt, ausreichend UVB-Strahlung erreicht die Haut.

Im Sommer kann diese körpereigene Bildung wesentlich zur Versorgung beitragen.

Im deutschen Winter sieht die Situation anders aus.

Warum die Vitamin-D-Bildung im Winter sinkt

Von Oktober bis März reicht die Sonnenstrahlung in Deutschland normalerweise nicht aus, um eine ausreichende Vitamin-D-Bildung in der Haut zu ermöglichen.

Allerdings verfügt der Körper über Vitamin-D-Speicher, die zur Versorgung während dieser Monate beitragen können.

Deshalb führt die eingeschränkte Bildung im Winter nicht bei jedem Menschen automatisch zu einem Vitamin-D-Mangel.2

Wie viel Vitamin D wird empfohlen?

Die DGE nennt für Jugendliche und Erwachsene einen Schätzwert von 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag, wenn keine körpereigene Bildung stattfindet.

Das entspricht 800 Internationalen Einheiten, kurz IE.

Dieser Schätzwert ist jedoch nicht gleichbedeutend mit der Empfehlung, dass jeder Mensch täglich zusätzlich 800 IE einnehmen muss.

Denn die tatsächliche Versorgung hängt unter anderem von der Sonnenexposition, den körpereigenen Speichern und der persönlichen Lebenssituation ab.3

Wer sollte besonders auf Vitamin D achten?

Ein erhöhtes Risiko für eine unzureichende Versorgung haben beispielsweise:

  • Menschen, die sich kaum im Freien aufhalten,
  • Personen, deren Haut nur selten Sonnenlicht erhält,
  • Menschen mit bestimmten Erkrankungen oder Aufnahmestörungen,
  • mobilitätseingeschränkte ältere Menschen,
  • und pflegebedürftige Menschen in Einrichtungen.

Bei solchen Risikofaktoren kann eine gezielte Ergänzung sinnvoll sein.

Ob eine Blutuntersuchung oder Supplementierung angezeigt ist, sollte anhand der individuellen Situation medizinisch beurteilt werden.

Vitamin D3 und K2: Ist die Kombination wirklich notwendig?

Vielleicht hast du schon gelesen, dass Vitamin D3 grundsätzlich zusammen mit Vitamin K2 eingenommen werden sollte.

Besonders häufig wird behauptet, dass Vitamin K2 die Blutgefäße vor Kalkablagerungen schützt.

Diese Vorstellung klingt zunächst plausibel, weil beide Vitamine am Stoffwechsel von Knochen und Calcium beteiligt sind.

Die wissenschaftliche Bewertung ist jedoch differenzierter.

Welche Aufgaben haben die beiden Vitamine?

Vitamin D trägt unter anderem zur normalen Aufnahme und Verwertung von Calcium und Phosphor bei.

Vitamin K trägt zur normalen Blutgerinnung und zur Erhaltung normaler Knochen bei.

Beide Nährstoffe sind wichtig, erfüllen jedoch unterschiedliche Funktionen.

Müssen Vitamin D und K2 immer gemeinsam eingenommen werden?

Nein.

Für gesunde Menschen gibt es keine allgemeine wissenschaftlich begründete Empfehlung, Vitamin D ausschließlich in Kombination mit Vitamin K2 einzunehmen.

Insbesondere ist nicht ausreichend belegt, dass eine solche Kombination die Blutgefäße zuverlässig vor Ablagerungen schützt.

Wer gerinnungshemmende Medikamente vom Typ der Vitamin-K-Antagonisten einnimmt, sollte Vitamin-K-Präparate nicht eigenständig ergänzen.

Hier sind mögliche Wechselwirkungen besonders wichtig.

Antioxidantien im Winter: Was können Aronia und Co. wirklich?

Der Begriff Antioxidantien begegnet uns heute auf vielen Verpackungen.

Besonders im Winter werden entsprechende Produkte häufig als Unterstützung für die körpereigenen Abwehrkräfte beworben.

Doch was bedeutet antioxidativ überhaupt?

Freie Radikale gehören zum normalen Stoffwechsel

Bei verschiedenen Stoffwechselprozessen entstehen reaktive Sauerstoffverbindungen.

Diese Moleküle erfüllen teilweise wichtige Aufgaben, können in bestimmten Situationen aber auch mit Zellbestandteilen reagieren.

Der Körper verfügt deshalb über eigene Schutz- und Regulationssysteme.

Verschiedene Nährstoffe sind an diesen Vorgängen beteiligt.

Was macht die Aroniabeere interessant?

Aroniabeeren enthalten unter anderem Polyphenole und Anthocyane.

Diese pflanzlichen Inhaltsstoffe werden wegen ihrer chemischen und biologischen Eigenschaften wissenschaftlich untersucht.

Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass Aroniabeeren oder Aronia-Kapseln zuverlässig vor Erkältungen oder anderen Infektionen schützen.

Ergebnisse aus Laboruntersuchungen sind nicht automatisch mit einer klinisch nachgewiesenen Wirkung beim Menschen gleichzusetzen.

Sind Antioxidantien als Nahrungsergänzung notwendig?

Für gesunde Menschen ist eine abwechslungsreiche Ernährung mit Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten, Nüssen und anderen pflanzlichen Lebensmitteln normalerweise die sinnvollere Grundlage.

Einzelne hoch dosierte antioxidative Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz dafür.

Entscheidend ist nicht, möglichst viele isolierte Pflanzenstoffe einzunehmen, sondern eine insgesamt ausgewogene Ernährung.

Aminosäuren: Warum sie für unseren Körper unverzichtbar sind

Während Vitamine und Mineralstoffe in der Diskussion über Nahrungsergänzung häufig im Mittelpunkt stehen, erhalten Aminosäuren weniger Aufmerksamkeit.

Dabei sind sie grundlegend für zahlreiche Prozesse in unserem Körper.

Denn Aminosäuren bilden die Bausteine der Proteine.

Was sind Aminosäuren?

Die meisten Proteine des menschlichen Körpers werden aus 20 unterschiedlichen Standardaminosäuren aufgebaut.

Hinzu kommt Selenocystein, das in bestimmten menschlichen Proteinen vorkommt und häufig als 21. proteinogene Aminosäure bezeichnet wird.

Neun der üblichen Aminosäuren gelten für Erwachsene als unentbehrlich beziehungsweise essenziell.

Das bedeutet, dass der Körper sie nicht in ausreichender Menge selbst herstellen kann und deshalb über die Ernährung aufnehmen muss.

Wofür werden Aminosäuren benötigt?

Aminosäuren werden unter anderem für den Aufbau und die Erneuerung körpereigener Proteine benötigt.

Dazu gehören zahlreiche Bestandteile von Muskeln, Enzymen und anderen Körperstrukturen.

Einige Aminosäuren dienen außerdem als Ausgangsstoffe für weitere Moleküle.

Eine bedarfsgerechte Proteinversorgung trägt dazu bei, diese grundlegenden Funktionen zu ermöglichen.

Kann der Körper einen Aminosäuremangel entwickeln?

Eine unzureichende Versorgung mit Protein und essenziellen Aminosäuren ist möglich.

Sie kann beispielsweise bei ausgeprägter Mangelernährung, bestimmten Erkrankungen oder erheblichen Einschränkungen der Nahrungsaufnahme auftreten.

Allerdings ist die Vorstellung eines einfachen Aminosäuren-Depots, das durch Alltagsstress plötzlich vollständig aufgebraucht wird, nicht zutreffend.

Der Körper verfügt über einen dynamischen Aminosäurenstoffwechsel, bei dem fortlaufend Proteine aufgebaut und abgebaut werden.

Sind Müdigkeit oder Haarausfall typische Aminosäuremangelsymptome?

Nicht spezifisch.

Müdigkeit, Konzentrationsprobleme oder Haarausfall können viele unterschiedliche Ursachen haben.

Aus solchen Beschwerden lässt sich deshalb kein Aminosäuremangel diagnostizieren.

Bei anhaltenden Symptomen ist eine medizinische Abklärung sinnvoller als die ungezielte Einnahme einzelner Aminosäurepräparate.

Proteinbedarf ab 40: Wie viel Eiweiß brauchst du wirklich?

Eine ausreichende Proteinversorgung ist in jedem Lebensalter wichtig.

Gerade im Zusammenhang mit Healthy Aging gewinnt sie zusätzliche Aufmerksamkeit.

Denn der Erhalt von Muskelmasse und Muskelkraft ist eine wichtige Voraussetzung dafür, möglichst lange aktiv und selbstständig zu bleiben.

Was empfiehlt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung?

Für gesunde Erwachsene zwischen 19 und unter 65 Jahren beträgt die empfohlene Proteinzufuhr 0,8 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht täglich.

Für gesunde Menschen ab 65 Jahren nennt die DGE einen Schätzwert von 1,0 Gramm pro Kilogramm Körpergewicht und Tag.

Die Berechnung bezieht sich auf das Normalgewicht. Bei deutlichem Übergewicht sollte nicht unkritisch das tatsächliche Körpergewicht verwendet werden.4

Normalgewicht 19 bis unter 65 Jahre Ab 65 Jahre
60 kg 48 g Protein 60 g Protein
70 kg 56 g Protein 70 g Protein
80 kg 64 g Protein 80 g Protein

Die Tabelle zeigt rechnerische Orientierungswerte auf Grundlage der DGE-Referenzwerte. Bei Erkrankungen oder besonderen Anforderungen kann der individuelle Bedarf abweichen.

Brauchen sportlich aktive Menschen mehr?

Bei hohem Trainingsumfang und bestimmten sportlichen Zielen kann der Proteinbedarf über den allgemeinen Referenzwerten liegen.

Das gilt allerdings nicht automatisch für alle Menschen, die regelmäßig spazieren gehen, Rad fahren oder gelegentlich ein Fitnessstudio besuchen.

Auch die übrige Ernährung spielt eine entscheidende Rolle.

Welche Lebensmittel liefern Protein?

Geeignete Proteinquellen sind beispielsweise:

  • Hülsenfrüchte wie Linsen, Erbsen und Bohnen
  • Tofu und andere Sojaprodukte
  • Milchprodukte wie Joghurt und Quark
  • Eier und Fisch
  • Nüsse, Samen und Vollkornprodukte

Durch eine abwechslungsreiche Ernährung lässt sich der Proteinbedarf vieler Menschen problemlos decken.

Wann kann ein Proteinpulver sinnvoll sein?

Ein Proteinpulver kann praktisch sein, wenn die benötigte Proteinmenge über die gewöhnlichen Mahlzeiten schwer erreicht wird.

Das kann beispielsweise bei bestimmten Ernährungsgewohnheiten oder höherem Trainingsumfang relevant werden.

Ein Shake ist jedoch keine Voraussetzung für Muskelaufbau oder körperliche Fitness.

Regelmäßige Bewegung und Krafttraining bleiben für den Erhalt der Muskelkraft entscheidend.

PATENT WHEY: Was das besondere Protein von Dr. Priemer unterscheidet

Bei REBEL FOR HAPPINESS beschäftigen wir uns intensiv mit Proteinen, Peptiden und Aminosäuren.

Im Mittelpunkt steht eine von Dr. Wolfgang Priemer entwickelte Technologie zur enzymatischen Verarbeitung von Molkenprotein.

Das Ergebnis ist PATENT WHEY – ein besonders weitgehend hydrolysierter Proteinrohstoff.

Was bedeutet hydrolysiertes Molkenprotein?

Bei gewöhnlichem Whey liegen die Proteinmoleküle überwiegend als größere Ketten vor.

Während der Verdauung werden diese durch Enzyme schrittweise in kleinere Peptide und Aminosäuren zerlegt.

Bei PATENT WHEY wird ein besonders weitgehender Teil dieser Aufspaltung bereits während der Herstellung durchgeführt.

Dabei entstehen freie Aminosäuren sowie kurze Peptide.

Was zeigen die Herstelleranalysen?

Der analytische Charakterisierungsbericht von BIOGON vom 3. Juni 2025 beschreibt für PATENT WHEY (A20plus) eine Proteinfraktion, die überwiegend aus freien Aminosäuren und niedermolekularen Peptiden besteht.

Als typische Werte werden angegeben:

30–35 %

Freie Aminosäuren als typischer Anteil der untersuchten Proteinfraktion.

55–70 %

Di- und Tripeptide als typischer Anteil.

Unter 0,5 %

Angegebene Nachweisgrenze für intakte Proteine über 50 kDa.

Enzymatische Hydrolyse

Patentiertes Verarbeitungsverfahren zur weitgehenden Aufspaltung des Molkenproteins.

Intakte Proteine über 50 kDa wurden innerhalb der angegebenen Nachweisgrenze nicht festgestellt.

Der Hersteller beschreibt den Rohstoff deshalb als funktionell vollständig hydrolysiert.5

Bei diesen Angaben handelt es sich um typische Herstelleranalysen und nicht um eine unabhängige klinische Vergleichsstudie.

Was bedeutet das für die Ernährung?

PATENT WHEY unterscheidet sich von gewöhnlichem Molkenprotein insbesondere durch seine molekulare Zusammensetzung.

Es enthält bereits einen hohen Anteil freier Aminosäuren und kurzer Peptide.

Daraus lässt sich jedoch nicht automatisch ableiten, dass es gegenüber allen anderen Proteinquellen eine bessere sportliche Wirkung besitzt oder bei jedem Menschen schneller aufgenommen wird.

Für solche Aussagen wären geeignete klinische Vergleichsstudien notwendig.

Ist PATENT WHEY für Menschen mit Milchproteinallergie geeignet?

Nicht automatisch.

Der Rohstoff wird aus Milch gewonnen.

Laut Hersteller-Allergenstatement muss er weiterhin als Milch beziehungsweise Milcherzeugnis gekennzeichnet werden.6

Eine weitgehende Hydrolyse bedeutet nicht, dass für Menschen mit Milchproteinallergie grundsätzlich keine allergische Reaktion mehr möglich ist.

Weitere technische Hintergründe findest du auf unserer Seite Warum PATENT WHEY anders ist.

Können Nahrungsergänzungsmittel auch Nachteile haben?

Ja. Nahrungsergänzungsmittel sind nicht allein deshalb unbedenklich, weil sie frei verkäuflich sind.

Auch Vitamine, Mineralstoffe und pflanzliche Inhaltsstoffe können bei ungeeigneter Dosierung Risiken mit sich bringen.

Zu hohe Dosierungen vermeiden

Gerade bei fettlöslichen Vitaminen wie Vitamin D kann eine dauerhaft überhöhte Zufuhr problematisch werden.

Auch mehrere unterschiedliche Präparate können denselben Nährstoff enthalten.

Dadurch wird die Gesamtmenge leicht unterschätzt.

Wechselwirkungen mit Medikamenten beachten

Bestimmte Nahrungsergänzungsmittel können die Wirkung von Arzneimitteln beeinflussen.

Ein bekanntes Beispiel ist Vitamin K in Verbindung mit bestimmten gerinnungshemmenden Medikamenten.

Wer regelmäßig Medikamente einnimmt, sollte deshalb vor einer neuen Supplementierung ärztlichen oder pharmazeutischen Rat einholen.

Nicht jede Gesundheitswerbung ist wissenschaftlich belastbar

Begriffe wie „natürlich“, „hochdosiert“ oder „Premium“ sagen für sich genommen wenig über den gesundheitlichen Nutzen aus.

Entscheidend sind die enthaltenen Stoffe, ihre Mengen, die Qualität des Produkts und eine sachliche Bewertung der wissenschaftlichen Daten.

So unterstützt du deine Nährstoffversorgung im Winter

Eine gute Ernährung muss nicht perfekt sein.

Es geht vor allem darum, im Alltag regelmäßig Lebensmittel auszuwählen, die den Körper mit Energie und wichtigen Nährstoffen versorgen.

1. Sorge für abwechslungsreiche Mahlzeiten

Gemüse, Obst, Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und geeignete Proteinquellen bilden eine gute Grundlage.

2. Plane Proteinquellen bewusst ein

Gerade wenn du körperlich aktiv bist, kann es sinnvoll sein, die Proteinversorgung über den Tag zu verteilen.

3. Behalte Vitamin D im Blick

Wenn du zu einer Risikogruppe gehörst oder eine unzureichende Versorgung vermutest, besprich geeignete Maßnahmen mit einer medizinischen Fachperson.

4. Bewege dich regelmäßig

Auch im Winter sind Bewegung und Krafttraining wichtig.

Sie unterstützen die körperliche Leistungsfähigkeit und helfen dabei, Muskelkraft möglichst lange zu erhalten.

5. Ergänze nur, was tatsächlich sinnvoll ist

Vor dem Kauf eines Nahrungsergänzungsmittels lohnt sich die Frage, welches konkrete Ernährungsproblem damit gelöst werden soll.

Manchmal ist eine andere Lebensmittelauswahl ausreichend.

In anderen Situationen kann ein gezieltes Präparat praktisch oder medizinisch notwendig sein.

Unsere Orientierung für den Alltag

Eine ausgewogene Ernährung bildet die Grundlage.

Ergänzungen können dort sinnvoll sein, wo ein nachvollziehbarer Bedarf besteht.

Und kein einzelnes Präparat ersetzt regelmäßige Bewegung, ausreichenden Schlaf und eine insgesamt passende Lebensweise.

Häufige Fragen zur Nahrungsergänzung im Winter

Welche Nahrungsergänzung ist im Winter wirklich sinnvoll?

Das hängt von der persönlichen Nährstoffversorgung ab. Insbesondere Vitamin D kann bei unzureichender körpereigener Bildung eine Rolle spielen. Eine pauschale Empfehlung für alle Menschen ist jedoch nicht gerechtfertigt.

Sollte jeder im Winter Vitamin D einnehmen?

Nein. Der Bedarf an zusätzlichem Vitamin D hängt unter anderem von Sonnenexposition, Alter und individuellen Risikofaktoren ab. Nicht jeder Mensch benötigt automatisch ein Präparat.

Wie viel Vitamin D braucht man im Winter?

Die DGE nennt bei fehlender körpereigener Bildung einen Schätzwert von 20 Mikrogramm beziehungsweise 800 IE pro Tag für Jugendliche und Erwachsene. Das ist kein pauschaler Einnahmeplan für jede Person.

Muss Vitamin D immer mit K2 kombiniert werden?

Nein. Eine allgemeine Notwendigkeit, beide Vitamine ausschließlich kombiniert einzunehmen, ist wissenschaftlich nicht belegt.

Kann Aronia vor Erkältungen schützen?

Aroniabeeren enthalten Polyphenole und Anthocyane. Ein zuverlässiger Schutz vor Erkältungen durch die Einnahme von Aronia-Präparaten ist jedoch nicht ausreichend klinisch belegt.

Was sind essenzielle Aminosäuren?

Essenzielle Aminosäuren kann der Körper nicht in ausreichender Menge selbst herstellen. Sie müssen deshalb über die Ernährung aufgenommen werden.

Brauche ich ab 40 mehr Protein?

Nicht automatisch. Für gesunde Erwachsene unter 65 Jahren empfiehlt die DGE 0,8 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht täglich. Ab 65 Jahren beträgt der Schätzwert 1,0 Gramm pro Kilogramm.

Ist Proteinpulver im Winter sinnvoll?

Ein Proteinpulver kann die Ernährung ergänzen, wenn die benötigte Proteinmenge über gewöhnliche Lebensmittel schwer erreicht wird. Ein besonderer zusätzlicher Proteinbedarf allein durch die kalte Jahreszeit besteht nicht grundsätzlich.

Was ist der Unterschied zwischen Whey und PATENT WHEY?

PATENT WHEY wird durch ein patentiertes enzymatisches Verfahren besonders weitgehend hydrolysiert. Die typischen Herstelleranalysen zeigen hohe Anteile freier Aminosäuren sowie Di- und Tripeptiden.

Wird PATENT WHEY schneller aufgenommen als normales Whey?

Die weitgehende Hydrolyse beschreibt eine besondere molekulare Struktur. Eine generell schnellere Aufnahme oder überlegene gesundheitliche Wirkung gegenüber allen herkömmlichen Proteinprodukten ist durch die vorliegenden Herstelleranalysen allein nicht nachgewiesen.

Kann man zu viele Nahrungsergänzungsmittel nehmen?

Ja. Insbesondere hohe Dosierungen und die Kombination mehrerer Präparate können zu einer unerwünscht hohen Aufnahme bestimmter Stoffe führen.

Welche Nahrungsergänzungsmittel sind ab 60 sinnvoll?

Eine gezielte Ergänzung kann je nach Ernährung, Gesundheitszustand und Nährstoffversorgung sinnvoll sein. Besonders Vitamin D und eine ausreichende Proteinversorgung verdienen Aufmerksamkeit. Die Auswahl sollte individuell erfolgen.

Fazit: Gute Nahrungsergänzung beginnt mit dem tatsächlichen Bedarf

Im Winter achten viele Menschen besonders auf ihre Gesundheit.

Die Tage sind kürzer, wir verbringen mehr Zeit in geschlossenen Räumen und beschäftigen uns vielleicht bewusster mit Ernährung und Nährstoffen.

Das ist grundsätzlich eine gute Gelegenheit, die eigenen Gewohnheiten zu überprüfen.

Doch nicht jedes Vitamin, Mineral oder Protein muss zusätzlich eingenommen werden.

Entscheidend ist, ob die Versorgung tatsächlich verbessert werden muss.

Vitamin D verdient in Deutschland während der dunklen Jahreszeit besondere Aufmerksamkeit.

Aminosäuren und Proteine sind für den Körper unverzichtbar, können aber bei vielen Menschen ausreichend über normale Lebensmittel aufgenommen werden.

PATENT WHEY unterscheidet sich durch seine patentierte Hydrolyse und den hohen Anteil freier Aminosäuren und kurzer Peptide.

Diese Technologie ist eine besondere Form der Proteinverarbeitung – kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung.

Gerade beim Healthy Aging geht es nicht darum, möglichst viele Präparate einzunehmen.

Es geht darum, informierte Entscheidungen zu treffen und den eigenen Körper möglichst lange gut zu versorgen.

Nicht mehr ergänzen als nötig. Sondern das Richtige, wenn es tatsächlich gebraucht wird.

Wissenschaftliche Quellen und Hintergrundinformationen

Die allgemeinen Ernährungsempfehlungen beruhen auf Fachinformationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung und des Bundesinstituts für Risikobewertung. Die Angaben zu PATENT WHEY stammen aus technischen Herstellerunterlagen und sind von unabhängigen klinischen Wirksamkeitsstudien zu unterscheiden.

  1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Nahrungsergänzungsmitteln. Informationen zum Nutzen und zur Notwendigkeit einer ergänzenden Nährstoffzufuhr. DGE-Informationen ansehen.
  2. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Ausgewählte Fragen und Antworten zu Vitamin D. Informationen zur körpereigenen Bildung, zu Vitamin-D-Speichern und zur Versorgung im Winter. Vitamin-D-FAQ ansehen.
  3. Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR, 2025). Vitamin D – Sonne und Bewegung fördern eine gute Versorgung. Einordnung von Nutzen, Risiken und möglichen Ergänzungsmengen. BfR-Informationen ansehen.
  4. Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE). Referenzwerte für die Proteinzufuhr. Empfehlungen für Erwachsene unterschiedlicher Altersgruppen. Proteinreferenzwerte ansehen.
  5. BIOGON GmbH (3. Juni 2025). Analytical Characterization Report – Molecular Weight Distribution & Degree of Hydrolysis. Typische Herstelleranalyse zu BIOGON Patent Whey (A20plus). Nicht chargenspezifisch und kein klinischer Wirksamkeitsnachweis. Dokument liegt der Redaktion vor.
  6. BIOGON GmbH (10. April 2026). Allergen Statement zu BIOGON Patent Whey (A20plus). Herstellererklärung zur Kennzeichnung des Rohstoffs als Milch beziehungsweise Milcherzeugnis. Dokument liegt der Redaktion vor.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Ernährungsinformation und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen, Verdacht auf einen Nährstoffmangel, regelmäßiger Medikamenteneinnahme oder speziellen Ernährungsbedürfnissen sollte eine individuelle fachliche Beratung erfolgen.


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