Trockene Haut im Winter: Ursachen und 7 wirksame Pflegetipps
Hautgesundheit · Winterpflege · Healthy Aging
Kaum wird es draußen richtig kalt, beginnt die Haut zu spannen. Die Hände fühlen sich rau an, an den Schienbeinen zeigen sich feine Schuppen und manchmal juckt die Haut ausgerechnet dann, wenn man abends zur Ruhe kommen möchte.
Vielleicht kennst du das. Im Sommer ist deine Haut völlig unkompliziert. Doch sobald die Heizperiode beginnt, reicht die gewohnte Pflege plötzlich nicht mehr aus.
Der Grund liegt häufig in einer Kombination aus kalter Außenluft, trockener Heizungsluft und einer Hautbarriere, die stärker beansprucht wird.
Die gute Nachricht: Mit einigen Veränderungen deiner täglichen Gewohnheiten kannst du deiner Haut helfen, besser durch die kalte Jahreszeit zu kommen.
Wir erklären, warum trockene Haut im Winter entsteht, welche Inhaltsstoffe bei der Pflege sinnvoll sein können und was wirklich gegen Spannungsgefühl, Juckreiz und raue Hautstellen hilft.
Warum wird die Haut im Winter trocken?
Eigentlich besitzt unsere Haut ein eigenes Schutzsystem, das verhindert, dass zu viel Wasser verloren geht.
Trotzdem können sich die Bedingungen im Winter deutlich bemerkbar machen.
Kalte Luft enthält weniger Wasserdampf
Kalte Luft kann bei gleicher relativer Luftfeuchtigkeit weniger Wasserdampf enthalten als warme Luft.
Gelangt kalte Außenluft in beheizte Innenräume, sinkt ihre relative Luftfeuchtigkeit häufig erheblich.
Dadurch kann die Verdunstung von Wasser an der Hautoberfläche begünstigt werden.
Heizungsluft verstärkt die Trockenheit
Im Winter verbringen wir viel Zeit in beheizten Räumen.
Das ist angenehm, kann aber die Haut zusätzlich beanspruchen, wenn die Raumluft sehr trocken wird.
Manche Menschen bemerken das besonders an Händen, Lippen und Gesicht.
Andere entwickeln raue Stellen an Schienbeinen, Ellenbogen oder am gesamten Körper.
Auch die tägliche Reinigung spielt eine Rolle
Wer im Winter häufiger heiß duscht oder lange badet, belastet seine Haut unter Umständen zusätzlich.
Wasser, Reinigungsmittel und längerer Hautkontakt können die natürliche Barrierefunktion beeinträchtigen.
Deshalb empfiehlt die American Academy of Dermatology bei trockener Haut unter anderem kurze Duschen mit warmem statt heißem Wasser und milde Reinigungsprodukte.2
Die Hautbarriere: Warum sie im Winter besonders wichtig ist
Unsere Haut ist weit mehr als eine äußere Hülle.
Sie hilft dabei, den Körper vor äußeren Einflüssen zu schützen und den Wasserverlust zu begrenzen.
Besonders wichtig ist dabei die Hornschicht, die äußerste Schicht der Epidermis.
Sie besteht aus dicht angeordneten Hornzellen, zwischen denen sich eine Struktur aus Hautlipiden befindet.
Diese Anordnung wird häufig mit einer Mauer verglichen: Die Hornzellen bilden die Ziegelsteine, die Lipide den verbindenden Mörtel.
Welche Aufgabe haben Hautlipide?
Zu den wichtigen Lipiden der Hornschicht gehören Ceramide, Cholesterin und freie Fettsäuren.
Sie tragen dazu bei, dass die Haut nicht unkontrolliert Wasser an ihre Umgebung verliert.
Wird diese Struktur beeinträchtigt, kann die Haut schneller austrocknen und empfindlicher auf äußere Einflüsse reagieren.
Was ist der Natural Moisturizing Factor?
Neben den Hautlipiden besitzt die Hornschicht natürliche feuchtigkeitsbindende Substanzen.
Sie werden als Natural Moisturizing Factor, kurz NMF, bezeichnet.
Dazu gehören unter anderem freie Aminosäuren, Harnstoff und weitere kleine Moleküle.
Gemeinsam helfen sie dabei, Wasser innerhalb der Hornschicht zu binden.
Woran erkennst du trockene Winterhaut?
Nicht jede trockene Hautstelle ist sofort eine Hauterkrankung.
Dennoch lohnt es sich, auf erste Veränderungen zu achten.
Spannungsgefühl
Die Haut fühlt sich nach dem Waschen oder beim Aufenthalt in warmer Raumluft unangenehm gespannt an.
Raue und schuppige Stellen
Besonders an Schienbeinen, Ellenbogen und Händen können sich trockene Hautschüppchen bilden.
Juckreiz
Stark trockene Haut kann jucken und dazu verleiten, die betroffenen Stellen zu kratzen.
Kleine Hautrisse
Bei ausgeprägter Trockenheit kann die Haut einreißen und schmerzhaft werden.
Besonders häufig werden die Beschwerden nach dem Duschen, an kalten Tagen oder bei längeren Aufenthalten in beheizten Räumen wahrgenommen.
Kommen deutliche Entzündungen, Nässen, starke Rötungen oder anhaltender Juckreiz hinzu, sollte auch an ein Ekzem oder eine andere Hauterkrankung gedacht werden.
7 wirksame Tipps gegen trockene Haut im Winter
Du brauchst keine komplizierte Pflegeroutine mit zehn verschiedenen Produkten.
Oft sind es einfache, konsequent umgesetzte Maßnahmen, die deine Haut im Winter am besten unterstützen.
1. Dusche kurz und nicht zu heiß
Eine heiße Dusche fühlt sich an kalten Tagen besonders angenehm an.
Für sehr trockene Haut ist sie jedoch nicht immer die beste Wahl.
Die American Academy of Dermatology empfiehlt, Duschen und Bäder auf etwa fünf bis zehn Minuten zu begrenzen und angenehm warmes Wasser zu verwenden.2
Das bedeutet nicht, dass du im Winter kalt duschen musst.
Es reicht meist, auf extrem heißes Wasser und unnötig lange Duschzeiten zu verzichten.
2. Verwende milde Reinigungsprodukte
Eine gute Reinigung sollte Schmutz und unerwünschte Rückstände entfernen, ohne die Haut unnötig zu belasten.
Gerade bei empfindlicher Winterhaut sind milde Reinigungsprodukte sinnvoll.
Achte auf eine geeignete Rezeptur und verzichte bei Bedarf auf zusätzliche Duftstoffe.
Bei stark trockener oder zu Ekzemen neigender Haut können geeignete Syndets oder andere besonders hautschonende Reinigungsprodukte sinnvoll sein.
Klassische alkalische Seifen sind bei Neurodermitis nicht die bevorzugte Wahl. Die deutsche S3-Leitlinie empfiehlt stattdessen schonende Reinigungsverfahren.3
3. Creme deine Haut direkt nach dem Duschen ein
Einer der einfachsten Pflegetipps ist gleichzeitig einer der wichtigsten.
Trockne die Haut nach dem Duschen sanft ab und trage anschließend eine geeignete Feuchtigkeitspflege auf.
Dadurch kann Feuchtigkeit besser in der Hornschicht bewahrt und weiterer Wasserverlust begrenzt werden.
Bei ausgeprägter Trockenheit eignen sich häufig reichhaltigere Cremes oder Salben besser als leichte Lotionen.1
Welche Textur angenehm ist, hängt auch von der Körperstelle ab.
Für das Gesicht bevorzugen manche Menschen eine leichtere Creme, während Schienbeine oder Hände im Winter eine reichhaltigere Pflege benötigen.
4. Schütze deine Hände vor Kälte und Feuchtigkeit
Unsere Hände sind besonders häufig äußeren Belastungen ausgesetzt.
Sie kommen mit Wasser, Reinigungsprodukten, Wind und kalter Luft in Kontakt.
Gut passende Handschuhe können helfen, die Haut im Freien vor kalter Witterung zu schützen.
Beim Putzen oder Spülen können geeignete Schutzhandschuhe ebenfalls sinnvoll sein.
Achte allerdings darauf, dass sich darunter nicht über längere Zeit Feuchtigkeit staut.
Nach dem Händewaschen empfiehlt sich bei trockener Haut eine gut verträgliche Handcreme.
Wenn deine Hände regelmäßig jucken, stark gerötet sind oder einreißen, findest du weitere Informationen in unserem Beitrag Handekzem: Ursachen, Symptome und was wirklich hilft.
5. Achte auf eine angenehme Luftfeuchtigkeit
Im Winter kann die Luft in beheizten Wohnräumen sehr trocken werden.
Das ist nicht nur für die Atemwege unangenehm, sondern kann auch trockene Haut zusätzlich belasten.
Ein Hygrometer hilft dir, die relative Luftfeuchtigkeit im Raum einzuschätzen.
Bei dauerhaft sehr trockener Raumluft kann ein geeigneter Luftbefeuchter sinnvoll sein.
Dabei ist eine regelmäßige Reinigung wichtig, damit sich keine unerwünschten Mikroorganismen vermehren.
Auch eine übermäßig hohe Luftfeuchtigkeit sollte vermieden werden, da sie die Schimmelbildung fördern kann.
6. Vermeide zusätzliche Hautreizungen
Wenn die Haut bereits trocken und empfindlich ist, kann eine sehr aufwendige Pflegeroutine manchmal mehr belasten als helfen.
Häufige Peelings, stark parfümierte Produkte oder mehrere intensiv wirkende Kosmetikprodukte gleichzeitig können bei manchen Menschen Reizungen auslösen.
Besonders bei bereits gereizter Haut ist es sinnvoll, die Routine zeitweise zu vereinfachen.
Setze auf eine milde Reinigung, eine gut verträgliche Feuchtigkeitspflege und geeigneten Schutz vor äußeren Belastungen.
7. Pflege regelmäßig statt nur bei Beschwerden
Ein häufiger Fehler ist es, die Haut erst dann einzucremen, wenn sie bereits sichtbar schuppt.
Gerade bei Menschen mit trockener oder zu Ekzemen neigender Haut kann eine regelmäßige Pflege helfen, die natürliche Hautbarriere zu unterstützen.
Die deutsche S3-Leitlinie zur atopischen Dermatitis empfiehlt ausdrücklich eine bedarfsgerechte und regelmäßige Basistherapie mit geeigneten Pflegeprodukten.3
Wichtig ist dabei die individuelle Verträglichkeit.
Nicht jede Creme ist für jeden Hauttyp gleichermaßen geeignet.
Welche Inhaltsstoffe sind bei trockener Winterhaut sinnvoll?
Wer eine gute Wintercreme sucht, findet auf Verpackungen zahlreiche Wirkstoffnamen.
Doch nicht jeder Trend ist automatisch notwendig.
Einige Inhaltsstoffgruppen haben sich in der Pflege trockener Haut besonders bewährt.
Glycerin und andere Feuchthaltemittel
Glycerin gehört zu den sogenannten Humectants.
Diese Substanzen helfen, Wasser zu binden und damit den Feuchtigkeitsgehalt der Hornschicht zu unterstützen.
Glycerin wird deshalb in zahlreichen Hautpflegeprodukten verwendet.
Urea: Ein Bestandteil des natürlichen Feuchthaltesystems
Urea ist die kosmetische Bezeichnung für Harnstoff.
Harnstoff gehört auch zum natürlichen Feuchthaltesystem der Haut.
In geeigneten Konzentrationen kann Urea helfen, trockene Haut geschmeidiger zu halten.
Bei offenen Hautrissen oder stark entzündeter Haut können ureahaltige Produkte allerdings brennen oder unangenehm sein.
Ceramide und andere Hautlipide
Ceramide gehören zu den wichtigen Bestandteilen der natürlichen Lipidstruktur der Hornschicht.
Entsprechend formulierte Pflegeprodukte mit Ceramiden und weiteren Lipidbestandteilen können die Hautbarriere unterstützen.
Wie wirksam eine Formulierung ist, hängt jedoch nicht nur vom Vorhandensein eines einzelnen Stoffes ab.
Auch die Konzentration, die Kombination der Inhaltsstoffe und die Gesamtformulierung sind entscheidend.
Petrolatum und reichhaltige Pflege
Petrolatum, auch als Vaseline bekannt, bildet eine wasserabweisende Schicht auf der Hautoberfläche.
Dadurch kann der Wasserverlust reduziert werden.
Solche reichhaltigen Formulierungen können bei sehr trockenen Hautstellen hilfreich sein.
Allerdings fühlt sich eine stark fetthaltige Salbe anders an als eine leichte Lotion. Für die regelmäßige Anwendung ist deshalb auch wichtig, dass du die Textur angenehm findest.
Welche Pflege passt zu welcher Haut?
Leicht trockene Haut: Häufig reicht eine gut verträgliche Feuchtigkeitscreme.
Deutlich trockene, raue Haut: Reichhaltigere Cremes können sinnvoll sein.
Sehr trockene, rissige Haut: Geeignete Salben können den Wasserverlust besonders wirksam begrenzen.
Entzündete oder nässende Haut: Die Pflege sollte individuell angepasst und bei Bedarf ärztlich abgestimmt werden.
Peptide in der Hautpflege: Welche Rolle können sie im Winter spielen?
Bei REBEL FOR HAPPINESS beschäftigen wir uns seit vielen Jahren mit Proteinen, Aminosäuren und Peptiden.
Daraus sind unterschiedliche Produktentwicklungen entstanden, auch im Bereich der Haut- und Haarpflege.
Doch was können Peptide tatsächlich leisten?
Was sind Peptide?
Peptide bestehen aus mehreren miteinander verbundenen Aminosäuren.
Je nach Anzahl und Reihenfolge der Aminosäuren entstehen unterschiedliche Moleküle mit verschiedenen Eigenschaften.
Werden größere Proteine enzymatisch aufgespalten, können daraus kleinere Peptide und freie Aminosäuren entstehen.
Solche Bestandteile werden auch in kosmetischen Rezepturen eingesetzt.
Können Peptide die Hautfeuchtigkeit verbessern?
Einzelne Untersuchungen beschäftigen sich mit möglichen feuchtigkeitserhaltenden und weiteren kosmetischen Eigenschaften bestimmter Peptide.
Daraus lässt sich jedoch nicht ableiten, dass jedes peptidhaltige Pflegeprodukt trockene Winterhaut besser versorgt als andere Formulierungen.
Besonders bei Reinigungsprodukten muss berücksichtigt werden, dass sie nur kurze Zeit auf der Haut verbleiben und anschließend abgespült werden.
Die Wirkung hängt deshalb vom konkreten Peptid, der Konzentration, der Rezeptur und der Anwendung ab.
Was steckt hinter der Peptid-Technologie von Dr. Priemer?
Bei der Entwicklung von PATENT WHEY beschäftigt sich Dr. Wolfgang Priemer mit der weitgehenden enzymatischen Hydrolyse von Molkenprotein.
Nach den vorliegenden typischen Herstelleranalysen enthält der untersuchte Rohstoff hohe Anteile freier Aminosäuren sowie Di- und Tripeptide.
Intakte Proteine über 50 kDa wurden innerhalb der angegebenen analytischen Nachweisgrenze nicht festgestellt.
Diese Angaben beschreiben die besondere Zusammensetzung des Proteinrohstoffs.
Sie beweisen jedoch keine überlegene Wirkung einer kosmetischen Seife oder Duschpflege auf trockene Winterhaut.
Genau diese Unterscheidung ist uns wichtig.
Eine besondere Technologie ist interessant. Für konkrete Wirksamkeitsversprechen sind jedoch Untersuchungen mit dem jeweiligen fertigen Produkt erforderlich.
Wenn du mehr über den Zusammenhang zwischen Peptiden und kosmetischen Formulierungen erfahren möchtest, empfehlen wir unseren Artikel Peptid-Mantel: Wie Peptide die Hautpflege ergänzen können.
Trockene Haut im Winter: Welche Rolle spielen Ernährung und Trinken?
Gute Hautpflege beginnt nicht ausschließlich im Badezimmer.
Für den normalen Aufbau und Erhalt von Körpergewebe benötigt der Organismus ausreichend Energie und Nährstoffe.
Dazu gehören unter anderem Proteine, essenzielle Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe.
Warum eine abwechslungsreiche Ernährung sinnvoll ist
Eine ausgewogene Ernährung unterstützt grundlegende Körperfunktionen und damit auch die normale Versorgung der Haut.
Pflanzliche Öle, Nüsse, Samen, Gemüse, Obst und geeignete Proteinquellen können Teil einer abwechslungsreichen Ernährung sein.
Leinsamen und Chiasamen beispielsweise enthalten Alpha-Linolensäure, eine pflanzliche Omega-3-Fettsäure.
Allerdings gibt es keine ausreichende Grundlage für die pauschale Aussage, dass der Verzehr eines bestimmten Lebensmittels trockene Winterhaut zuverlässig verhindert.
Hilft viel Trinken gegen trockene Haut?
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist für den gesamten Körper wichtig.
Wer jedoch bereits bedarfsgerecht trinkt, kann ausgeprägte Winterhaut nicht einfach dadurch behandeln, dass er besonders große Mengen Wasser zu sich nimmt.
Denn trockene Haut entsteht häufig durch Veränderungen der äußeren Hautbarriere und nicht allein durch zu wenig Flüssigkeitsaufnahme.
Trinke deshalb entsprechend deinem Bedarf und achte zusätzlich auf eine geeignete äußere Hautpflege.
Und wie sieht es mit Proteinprodukten aus?
Protein liefert Aminosäuren, die der Körper für zahlreiche Funktionen benötigt.
Ein Proteinprodukt ist jedoch keine nachgewiesene Behandlung gegen trockene Haut im Winter.
Auch die besondere Hydrolyse von PATENT WHEY bedeutet nicht automatisch, dass die Einnahme Winterhaut verhindert oder ihre Regeneration beschleunigt.
Im Mittelpunkt steht eine bedarfsgerechte Ernährung, ergänzt durch sinnvolle Hautpflege.
Trockene Haut ab 40: Warum sich die Pflege verändern darf
Mit den Jahren verändert sich nicht nur unser Alltag, sondern auch unsere Haut.
Manche Menschen stellen fest, dass ihre Haut weniger Fett produziert, sich schneller trocken anfühlt oder mehr Pflege benötigt als früher.
Diese Veränderungen verlaufen individuell.
Sie hängen unter anderem von genetischen Voraussetzungen, hormonellen Faktoren, Umwelteinflüssen und bisherigen Hautbelastungen ab.
Mit 40 muss die Haut deshalb nicht automatisch trocken sein.
Aber es kann ein guter Zeitpunkt sein, die eigene Pflegeroutine genauer anzusehen.
Was früher funktioniert hat, muss heute nicht mehr passen
Vielleicht hast du früher nur gelegentlich eine Körperlotion verwendet.
Heute bemerkst du, dass deine Schienbeine im Winter rau werden oder die Hände nach dem Waschen schneller spannen.
Dann kann eine reichhaltigere Pflege sinnvoll sein.
Es geht nicht darum, immer mehr Produkte zu verwenden.
Es geht darum, die Produkte an die tatsächlichen Bedürfnisse deiner Haut anzupassen.
Healthy Aging bedeutet auch gute Hautpflege
Bei REBEL FOR HAPPINESS verstehen wir Healthy Aging nicht als Kampf gegen jedes sichtbare Zeichen des Älterwerdens.
Vielmehr möchten wir dazu beitragen, dass Menschen möglichst lange aktiv bleiben und sich in ihrem Körper wohlfühlen.
Dazu gehört auch ein bewusster Umgang mit der Haut.
Denn gesunde Haut ist keine Frage möglichst jugendlichen Aussehens, sondern spielt eine wichtige Rolle für Wohlbefinden und Lebensqualität.
Mehr über unseren Ansatz erfährst du unter Healthy Aging ab 40.
Wann ist trockene Haut ein Fall für den Hautarzt?
Leichte Wintertrockenheit lässt sich häufig mit einer angepassten Pflege verbessern.
Wenn die Beschwerden jedoch stark ausgeprägt sind oder trotz konsequenter Pflege nicht abklingen, sollte die Ursache ärztlich untersucht werden.
Das gilt insbesondere bei:
- Starkem oder anhaltendem Juckreiz
- Schmerzhaften Hautrissen
- Ausgeprägten Rötungen oder Entzündungen
- Nässenden oder verkrusteten Hautstellen
- Wiederkehrenden Ekzemen
- Plötzlich auftretender, großflächiger Hauttrockenheit ohne erkennbare Ursache
Auch andere Erkrankungen können trockene oder juckende Haut verursachen.
Dazu gehören beispielsweise Neurodermitis, Kontaktdermatitis oder bestimmte internistische Erkrankungen.
Deshalb sollte eine länger bestehende Hautveränderung nicht vorschnell ausschließlich auf das Winterwetter zurückgeführt werden.
Bei rasch zunehmender Rötung, Überwärmung, Eiterbildung oder Fieber ist eine zeitnahe medizinische Abklärung wichtig.
Häufige Fragen zu trockener Haut im Winter
Warum ist meine Haut nur im Winter trocken?
Kalte Außenluft, niedrige Luftfeuchtigkeit und trockene Heizungsluft können den Feuchtigkeitshaushalt der Haut belasten. Auch heißes Duschen und häufiges Waschen spielen möglicherweise eine Rolle.
Was hilft am schnellsten gegen trockene Winterhaut?
Häufig helfen eine gut verträgliche, reichhaltige Feuchtigkeitspflege, kurze warme Duschen und das Vermeiden zusätzlicher Hautreizungen. Bei starken Beschwerden kann eine ärztliche Behandlung notwendig sein.
Welche Creme ist bei trockener Haut im Winter am besten?
Das hängt vom Hautzustand ab. Bei deutlich trockener Haut sind reichhaltige Cremes oder Salben häufig besser geeignet als leichte Lotionen. Wichtig sind die gesamte Rezeptur und die persönliche Verträglichkeit.
Ist Vaseline gut gegen trockene Haut?
Vaseline kann den Wasserverlust über die Haut reduzieren und deshalb bei sehr trockenen Hautstellen sinnvoll sein. Sie ist jedoch nicht für jede Körperstelle und jede individuelle Vorliebe die angenehmste Pflegeform.
Hilft Urea bei trockener Winterhaut?
Urea kann in geeigneten Konzentrationen Feuchtigkeit in der Hornschicht binden. Bei offenen Rissen oder stark entzündeter Haut kann es allerdings brennen.
Warum juckt trockene Haut besonders abends?
Juckreiz kann abends stärker wahrgenommen werden, wenn weniger Ablenkung besteht. Auch Wärme und individuelle Hauterkrankungen können eine Rolle spielen. Bei anhaltendem oder starkem Juckreiz sollte die Ursache untersucht werden.
Ist heißes Duschen schlecht für trockene Haut?
Sehr heißes und langes Duschen kann die Haut zusätzlich belasten. Dermatologische Empfehlungen raten bei trockener Haut zu kurzen Duschen mit angenehm warmem Wasser.
Kann zu wenig Trinken trockene Haut verursachen?
Eine unzureichende Flüssigkeitsversorgung kann den Körper beeinträchtigen. Trockene Winterhaut entsteht jedoch häufig durch Veränderungen der äußeren Hautbarriere. Besonders viel Trinken ersetzt keine geeignete Hautpflege.
Können Peptide trockene Haut verbessern?
Einzelne Peptide und peptidhaltige Formulierungen werden hinsichtlich kosmetischer Eigenschaften untersucht. Eine allgemeine Überlegenheit gegenüber anderen Pflegeprodukten ist nicht nachgewiesen.
Was hilft gegen trockene Schienbeine im Winter?
Trockene Schienbeine können von regelmäßiger Pflege mit einer reichhaltigen, gut verträglichen Creme profitieren. Außerdem sollten lange heiße Duschen und stark reizende Reinigungsprodukte vermieden werden.
Ist trockene Haut im Winter automatisch Neurodermitis?
Nein. Trockene Haut kann auch ohne Neurodermitis auftreten. Wenn zusätzlich ausgeprägte Entzündungen, wiederkehrende Ekzeme oder starker Juckreiz bestehen, ist eine dermatologische Abklärung sinnvoll.
Warum wird meine Haut ab 40 trockener?
Hauttrockenheit kann mit altersbedingten Veränderungen, hormonellen Einflüssen, Umgebungsbedingungen und individuellen Faktoren zusammenhängen. Eine angepasste Pflegeroutine kann sinnvoll sein.
Wie oft sollte ich trockene Haut eincremen?
Das hängt vom Hautzustand ab. Häufig ist eine tägliche Anwendung sinnvoll, bei stärkerer Trockenheit auch mehrmals täglich. Besonders nach dem Duschen oder Waschen kann eine geeignete Pflege hilfreich sein.
Fazit: Gute Winterpflege muss nicht kompliziert sein
Unsere Haut muss im Winter einiges aushalten.
Kalte Luft draußen, trockene Wärme drinnen und dazu das tägliche Waschen und Duschen.
Kein Wunder, dass sie manchmal mehr Aufmerksamkeit benötigt.
Die beste Winterpflege besteht deshalb nicht unbedingt aus möglichst vielen Wirkstoffen.
Häufig sind es einfache Maßnahmen, die den größten Unterschied machen: weniger heiß duschen, milde Reinigungsprodukte verwenden, regelmäßig eincremen und die Haut vor Kälte schützen.
Eine ausgewogene Ernährung und ausreichendes Trinken unterstützen die allgemeine Gesundheit.
Bei ausgeprägter trockener Haut bleibt jedoch die gezielte Pflege der Hautbarriere besonders wichtig.
Gerade mit zunehmendem Alter lohnt es sich, die eigene Hautpflege an veränderte Bedürfnisse anzupassen.
Nicht weil wir jünger aussehen müssen.
Sondern weil wir uns in unserer Haut wohlfühlen möchten.
Gute Hautpflege ist kein Luxus. Sie ist eine kleine tägliche Entscheidung, gut mit dem eigenen Körper umzugehen.
Wissenschaftliche Quellen und Hintergrundinformationen
Die Empfehlungen in diesem Artikel orientieren sich an dermatologischen Fachinformationen und klinischen Leitlinien. Angaben zur Technologie von PATENT WHEY beruhen auf technischen Herstellerunterlagen und werden nicht als Wirksamkeitsnachweis gegen trockene Haut verwendet.
- American Academy of Dermatology (2023). Cold weather and your skin. Dermatologische Empfehlungen zu trockener Haut bei kalter Witterung und niedriger Luftfeuchtigkeit. Fachinformationen ansehen .
- American Academy of Dermatology. Dermatologists' top tips for relieving dry skin. Empfehlungen zu kurzen Duschen, milder Reinigung, Feuchtigkeitspflege und Hautschutz. Empfehlungen ansehen .
- Werfel T. et al. (2024). S3-Leitlinie Atopische Dermatitis – Teil 1. Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. AWMF-Registernummer 013-027. Empfehlungen zur schonenden Reinigung und regelmäßigen Basistherapie mit geeigneten Hautpflegeprodukten. Leitlinie ansehen .
- American Academy of Dermatology. How to pick the right moisturizer for your skin. Informationen zur Auswahl von Lotionen, Cremes und Salben bei unterschiedlichen Hautbedürfnissen. Informationen ansehen .
- BIOGON GmbH (2025). Analytical Characterization Report – Molecular Weight Distribution & Degree of Hydrolysis. Technische Herstellercharakterisierung zu BIOGON Patent Whey (A20plus). Die Angaben betreffen den Proteinrohstoff und sind kein klinischer Nachweis einer Wirkung auf trockene Haut.
Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine dermatologische Diagnose oder individuelle medizinische Behandlung. Bei starken, anhaltenden oder wiederkehrenden Hautbeschwerden sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.